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1

Dienstag, 6. Juli 2004, 18:33

Was heißt es für Euch "Bündisch sein"?

Ich habe im Internet recherchiert -> sehr unterschiedliche Ansätze!
Ich habe alte Hasen gefragt -> "Ach, daß ändert sich wie die Mode!"

Also was heißt es für Euch konkret?

Tim

Pimpf

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2

Freitag, 13. August 2004, 18:58

RE: Was heißt es für Euch "Bündisch sein"?

Oh, ein ganz gefährliches Thema. Ich versuche es mal ganz abstrakt.

Bündisch leben heisst für mich in einer festgefügten, verbindlichen Gruppe, die auf der Basis der Freundschaft existiert, in einer eigenen gewählten Form und mit gleichen oder ähnlichen Idealen , gemeinsam die Welt zu erleben und/oder ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.

Die drei wesentlichen Elemente sind dabei die Basis der Freundschaft, die Verbindlichkeit der Gruppe und die eigene gewählte Form.

Für mich gehört auch zum bündischen Leben eine einfache Lebensweise auf Fahrt, d.h. Konsumverzicht, wenn möglich und eine gewisse Härte gegen sich selbst.

Ferner ist für mich ein wesentlicher Aspekt einer bündischen Gruppe das Prinzip "Jugend führt Jugend". Dies bedeutet auch, dass die Gruppe unabhängig von Erwachsenenverbänden ist.

Schließlich sollten jugendbewegte Gruppe nach meiner Meinung weitesgehend apolitisch und nicht konfessionell gebunden sein. Welt anschauen geht vor Weltanschauung. Daher gehört für mich auch zu einer bündischen Gruppe eine Offenheit und Interesse an anderen Kulturen.

Tim

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tim« (18. August 2004, 11:05)


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3

Dienstag, 17. August 2004, 11:34

RE: Was heißt es für Euch "Bündisch sein"?

Zitat

Original von Tim
... die eigene gewählte Form. ...


Was heißt das?
Bezieht sich das auf die Gruppenstruktur (Wer macht was?) oder auf die Organisationsstruktur (Verein, GbR, Clique, ??? ) ?

Tim

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4

Mittwoch, 18. August 2004, 11:15

RE: Was heißt es für Euch "Bündisch sein"?

Die Form kann viele Aspekte umfassen: Kluft, Rituale, Lieder, "Fahrtenkultur" etc.

Auch die Organisation kann eine Form sein, die wesentlich für die Prägung einer Gruppe ist. Je nachdem, ob man sich für eine Bündigung nach Ort oder für eine Bündigung nach Neigung entscheidet, werden bestimmte Entwicklung einer Bundeskultur vorgegeben. Bei einer Bündigung nach Neigung, ist es m.E. wichtig, dem Bund einen Kristallisationspunkt zu bieten, z.B. eine Bundesburg.

Auch die "Aufgabenverteilung" kann eine Form sein. Meine Fahrtenschaft hat bewusst keinen Führer, sondern nur den Fahrtenschaftssenior, der lediglich "repräsentative Aufgaben", wie Aufnahmen und Knappenschläge übernimmt. Wir haben uns bewusst für diese Form entschieden, da wir der Auffassung sind, dass bei uns in der Fahrtenschaft niemand mehr geführt werden muss, weill wir alle mal Gruppenführer waren und dies sowieso nur zu Stress führt.

Tim

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tim« (24. September 2004, 01:04)


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5

Mittwoch, 12. Januar 2005, 15:36

RE: Was heißt es für Euch "Bündisch sein"?

Zitat

Original von Tim
Auch die "Aufgabenverteilung" kann eine Form sein. Meine Fahrtenschaft hat bewusst keinen Führer, sondern nur den Fahrtenschaftssenior, der lediglich "repräsentative Aufgaben", wie Aufnahmen und Knappenschläge übernimmt. Wir haben uns bewusst für diese Form entschieden, da wir der Auffassung sind, dass bei uns in der Fahrtenschaft niemand mehr geführt werden muss, weill wir alle mal Gruppenführer waren und dies sowieso nur zu Stress führt.
Tim


Ich sinniere gerade darüber nach, ob es da eine Grätsche geben kann und muß...

Gut finde ich es, wenn bei den Älteren keine direkte/autoritäre Führung gegeben ist. Meiner Erfahrung nach gibt dies dann aber irgendwann Probleme, wenn sich 2 unterschiedliche Linien bilden, die die Gruppe auseinander reißen.

Für die jüngeren Kinder finde ich eine "starke Hand" recht gut, damit sie aus der normalen Schiene (Computer, Ballern, Null Bock) herausgehoben werden bzw. die Gruppe in der gewünschten Schiene gehalten wird.

Tim

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6

Donnerstag, 13. Januar 2005, 12:36

RE: Was heißt es für Euch "Bündisch sein"?

Also, ich gebe dir im Grundsatz recht. Im Endeffekt hängt es von der jeweiligen Gruppe ab, inwieweit sie mit einer führerlosen Struktur klarkommt. In unserer Fahrtenschaft funktioniert es, weil wir in vielen Dingen sehr ähnliche Ansichten haben.

Bei einer jüngeren Gruppe funktioniert es eigentlich nicht. Im Zweifel wird sich aber immer ein Führer herauskristallisieren.

Tim

Pünktchen

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7

Donnerstag, 13. Januar 2005, 12:46

RE: Was heißt es für Euch "Bündisch sein"?

Welche Führungseigenschaften müßten vorhanden sein, damit ein Jugendlicher den Schritt in die führungslose Fahrtenschaft hinbekommt?

Tim

Pimpf

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8

Donnerstag, 13. Januar 2005, 12:59

RE: Was heißt es für Euch "Bündisch sein"?

Puh, keine Ahnung. Ich weiss auch gar nicht, ob eine führungslose Fahrtenschaft so erstrebenswert ist. Es ist gut, wenn es sich ergibt, ein Versuch so etwas zu bewusst zu schaffen, dürfte nicht funktionieren.

Es gibt vier Faktoren, warum es bei uns funktioniert:

1. Die Fahrtenschaft ist ein Freundeskreis.

2. Die Fahrtenschaft ist im Moment nur noch relativ selten aktiv.

3. Wir sind alle lange jugendbewegt. Vieles geht Hand in Hand und muss nicht mehr besprochen werden.

4. Die Fahrtenschaftler haben, wie erwähnt, zu vielen Sachen eine ähnliche Einstellung.

Tim

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tim« (12. April 2006, 23:36)


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